DKMS-Typisierung

Am 8. November 2006 ließen sich mehr als 800 Bayreuther, in der vom Rotaract Club Bayreuth organisierten Aktion, in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren.

Dieser Erfolg ist vor aber vor allem auch den etwa 50 ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren zu verdanken. Insgesamt ließen sich aufgrund dieser Aktion auf dem Campus der Uni Bayreuth 808 neue Stammzellenspender in die Datei der DKMS  aufnehmen. Mit gutem Beispiel ging Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl voran, der sich ebenfalls 5 Milliliter Blut abnehmen ließ.

Die Registrierung bedeutet nicht unbedingt, dass sie definitiv einmal als Spender aktiv werden. Denn es müssen sehr viele Merkmale übereinstimmen, damit eine lebensrettende Übertragung von Blutstammzellen überhaupt möglich ist. In Deutschland erkranken jährlich circa 6.000 häufig junge Menschen an Leukämie oder einer anderen bösartigen Erkrankung des Blutes. Einige Patienten finden einen geeigneten Spender in der Familie, aber für viele bleibt nur die Hoffnung auf einen nicht verwandten Spender. Die Chance der Übereinstimmung liegt je nach Merkmalskonstellation zwischen 1:10.000 und 1: mehreren Millionen. Inzwischen kann für über drei Viertel der Patienten mit Hilfe der internationalen Register meist recht zügig ein geeigneter Spender identifiziert werde. Alle diejenigen, die an der Rotaract-Typisierungsaktion teilgenommen haben, erhöhen die Überlebenschance der Patienten noch einmal.

Die Erkrankung eines Mädchens aus Hof haben wir im Februar 2010 zum Anlass genommen, eine freiwillige Typisierung für unsere Mitglieder und Gäste anzubieten. Außerdem hörten wir einen Vortrag einer Studentin, die nach der Typisierung 2006 als Knochenmarkspenderin ausgewählt worden ist. Sie hat uns eindrucksvoll bewusst gemacht, dass jeder von uns durch seine Typisierung die Chance erhält das Leben eines anderen zu retten und Gutes zu tun.